Amateurfunkpeilen wird international als Amateur Radio Direction Finding (ARDF) bezeichnet und umgangssprachlich auch Fuchsjagd genannt. Es handelt sich um den sportlichen Bereich des Hobbys Amateurfunk.

Beim Amateurfunkpeilen geht es darum, mit kleinen, tragbaren Empfängern mit Hilfe der Funkpeilung kleine Sender zu finden, die vorzugsweise in einem bewaldeten Gebiet versteckt sind. Es werden kleine Sender mit Rundstrahlantenne verwendet, die in den Kurzwellen- und Ultrakurzwellen Amateurfunkbändern betrieben werden.

In Deutschland werden Peilveranstaltungen regelmäßig von den Distrikten des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) und Peilsportgruppen des Verband der Funkamateure in Telekommunikation und Post (VFDB) sowie anderen regionalen Peilsportgruppen durchgeführt. In der Schweiz führen verschiedene Sektionen der Union Schweizerischer Kurzwellen-Amateure (USKA) Peilveranstaltungen durch. Des Weiteren gibt es in vielen Ländern nationale Meisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften. Weltmeisterschaften werden von der International Amateur Radio Union (IARU) veranstaltet.

Obwohl man ARDF auf allen dem Amateurfunkdienst zugeteilten Frequenzen betreiben kann, ist es üblich, dass die Veranstaltungen auf dem 2-Meter- und/oder dem 80-Meter-Band abgehalten werden. 2-m-Peilveranstaltungen gelten als schwieriger, da es zu elektromagnetischen Reflexionen im Gelände kommen kann, z. B. an Berghängen. Beim Amateurfunkpeilen auf dem 80-m-Band kann man fast immer im gesamten Gelände die Sender genau anpeilen. Fehlpeilungen können in der Nähe von Zäunen, Brücken, Oberleitungen oder anderen großen Gegenständen aus Metall auftreten. In den Niederlanden gibt es auch Peilveranstaltungen im 70-Zentimeter-Band.